Über mich


+ Referenzen = 2,5 Jahre eine spirituelle Gesprächsgruppe geleitet ###



Ich bin 1960 geboren, in einer Zeit, als die männliche Wissenschaft noch der Meinung war, dass Säuglinge keinen Schmerz empfinden würden und ihr Schreien bloßer Reflex der Nerven wäre.

Als Begründung für diese These musste die Tatsache herhalten, dass es noch kein Bewusstsein gibt, das sich später an Erlebnisse aus dieser Zeit - den ersten Jahren - erinnern kann.

Inzwischen ist diese Auffassung längst überwunden; die Folgen dieser Meinungen, die eine ganze Reihe pädagogischer und medizinischer Ratgeber gefüllt haben, hallen allerdings immer noch in vielen Menschen nach: als tiefgreifenden Verlust der Ganzheit und ewiger Sehnsucht nach ihr.

Auch meine Mutter glaubte diese Lehrmeinungen, und die innere Überzeugung, dass der Verlust der Ganzheit normal und unwiderruflich wäre, prägte mich von früh an.

Eine Einstellung, die von der patriarchalen Gesellschaft gefördert wurde, in der ich lebte, bis ich mit etwa zwanzig Jahren in Berührung mit dem Feminismus kam und sich meine Sicht auf die Welt und die Menschen zu verändern begann.

Was folgte, war der Beginn eines tiefgreifenden Wandlungsprozesses in Richtung Ganzheit, die ich immer mehr als für den einzelnen Menschen erstrebenswert und gesellschaftlich als notwendig erachtete. Was folgte, war auch die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und dem Bemühen um Lebensräume für Frauen. Schon bald entstand der Wunsch, in diesem Bereich tätig zu werden, allerdings führte mich das Leben erst andere Wege entlang.

Zunächst in ein Studium der Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaften und Philosophie an der Universität Bielefeld, bei dem ich mich viel mit den Themen Frauen, Frauengeschichte, Geschlechterrollen und -verhältnisse, Sexualität, Psychologie und ähnlichem beschäftigte.

Danach arbeitete ich eine ganze Weile ausschließlich als Übersetzerin und im Bereich Lektorat/Korrektorat, was mich automatisch dazu brachte, mich immer wieder mit der Rolle der Frau in unserer Gesellschaft und dem Bild, das von ihr und den Geschlechterverhältnissen in Literatur entworfen wird, zu beschäftigen. Mein Unbehagen damit brachte mich schließlich dazu, mich einerseits selbst auf den Heilungsweg zu begeben, andererseits eine Ausbildung in Tai Chi Chuan zu beginnen und schhließlich eine andere als Weiblichkeitspädagogin zu absolvieren. Autodidaktische Studien in den Bereichen Psychologie und Spiritualität begleiteten diese Wege.